Eisenbahnrelikte

Über mich

Ein kleiner Abriss

BR 323 im Bahnhof Pronsfeld/Eifel

Eigentlich, wenn es nach Familientradition, Neigung und räumlichen Nähe zur Eisenbahn während des Heranwachsens gegangen wäre, müsste ich mein Arbeitsleben bei der Eisenbahn verbracht haben, und das selbstverständlich als Dampflokomotivführer.

Habe ich aber nicht.

Nach technischer Berufsausbildung und Wehrdienst war ich nun doch im öffentlichen Dienst gelandet, als technischer Beamter bei der Feuerwehr -und nun im Ruhestand.

Habe berufsbedingt den Kontakt zur Eisenbahn nie verloren, auch wenn mir die Dampflokomotiven fehlten.

Gerne erinnere ich mich an die Kinderzeit in Aachen, sonntags auf der Burtscheider Brücke, die die Gleise des Hauptbahnhofes überspannt.

Das Pfeifen der Lokomotiven, den Geruch des nassen Dampfs, eingehüllt in die Wolke, die auch schwarz machte. Das Scheppern der Formsignale, wenn sie auf Halt fielen und nach federten.
Das Klatschen der Weichenzungen beim Umlegen. Das Schlagen im Auspuff, wenn ein Güterzug nach Aachen Süd, mit der 50er im Vorspann, "Fahrt machte", mit zwei 93ern im Nachschub, um die Rampe nach Ronheide zu erkämpfen.

Das Rangieren der Rangierabteilungen mit Signalpfeife beim Abstoßen, ein Wiegenlied, hörbar in meinem Schlafzimmer.

1966 war die Zeit auf der Strecke von Köln bis Aachen Bundesgrenze vorbei, es war elektrifiziert. Mit ihr, starb auch der "alte Klang" der Eisenbahn.

Diesellokomotiven vom Typ V 60 lösten die 92/93er ab, die bis dato den Rangierdienst versahen.

Aus und vorbei. Es war ein mal!

 

Die Burtscheider Brücke (2011)

Rauchen verboten

Die Dampfrangierlok ist Geschichte

Aachen - Köln ist elektrifiziert

Mein Großvater

Preußisch Königlicher Lokomotivführer 1910

Mein Großvater war mit Leib und Seele Eisenbahner.

Vom Lehrling als Lokomotivschlosser, im Ausbesserungs Werk Jülich, der Königlich Preussischen Eisenbahnverwaltung (KPEV), über Heizer, zum "DampfLokomotivführer!
Stationiert war er in den Betriebswerken: Bad Homburg v.d.Höhe, Herbesthal (heute Belgien), Düren und Aachen Hauptbahnhof. Seinen Militärdienst versah er von 1889-1891 als Garde Eisenbahnpionier in einem Bataillon der Eisenbahntruppen bei Berlin.

Zwei Fotos haben bei meinen Eltern den Krieg überstanden. Die ältere Schwester meiner Mutter, ist in der Stationierungszeit meines Großvaters im damaligen deutschen Herbesthal (Betriebswerk), im belgischen Welkenraedt zur Schule gegangen (Ecole St Joseph), sie hinterliess uns eine Postkarte und ihr Schulbild.


 

Erinnerung an die Schulzeit



Veteranentreffen 1925

Uniform als Gardepionier

Die Eisenbahner

Meine Vettern von Reichs- und Bundesbahn. Mein Neffe als Lokführer bei der TWE.
Auch ich durfte mal Probesitzen.

Der letzte Großbrand (30.12.2007)

Verschnaufpause gegen Mitternacht am letzten Diensttag



Sonntag, 30.12.07 um 07:00 Uhr war mein Dienst und damit auch meine aktive Zeit zu Ende.

Der letzte 24 Stundendienst endete mit einem Feueralarm Uhr der Alarmstufe 3, um 21:20 !

Nass und durchgefroren wurde um 5:45 Uhr geduscht.

Es war ein Finale das ich so, siehe Foto, nicht erwartet hatte!

Das wars nun!



 

Querschnitt über 6 Jahrzehnte

Spielplatz 1949
Spielplatz 1949
Mit "Halla" 1971
Mit "Halla" 1971
Anwärterzeit 1970
Anwärterzeit 1970
Einsatzzentrale 1971
Einsatzzentrale 1971
CHIO 1972
CHIO 1972
Hürtgenwald 1954
Hürtgenwald 1954
29.12.2007 "Der letzte Tag!"
29.12.2007 "Der letzte Tag!"
1978 Außenübung
1978 Außenübung
Gartenarbeit 1963
Gartenarbeit 1963
Einsatzleitstelle 1980
Einsatzleitstelle 1980
Im Manöver 1967
Im Manöver 1967
Autobahn 1988
Autobahn 1988
Edersee 1967
Edersee 1967
Viegen/Osttirol 1972
Viegen/Osttirol 1972
Ein größerer Einsatz 2005
Ein größerer Einsatz 2005
Wachvorsteher 1993
Wachvorsteher 1993
Hot-Fire Training
Hot-Fire Training



Letzter Diensttag in Bildern



Vor dem Wachwechsel






Übung: "Eingeklemmte Person"

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Das war's

Die Jacke und den Helm an den Nagel gehängt




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