Eisenbahnrelikte

Eisenbahn und Feuerwehr

Wie so, Eisenbahn und Feuerwehr?

Böse Falle!



Im täglichen Leben spielen Eisenbahn und Feuerwehr eine eher unauffällige Rolle.

Der Bürger erwartet von der einen Institution Pünktlichkeit und ein bequemes Reisen, von der andern ein rasches Eingreifen im Notfall.

Erst im Augenblick von Verspätungen, Herbstwetter und Schneechaos oder bei Unglücks-, Notfällen oder Feuer rücken sie wieder in das Bewusstsein und den Fokus der Öffentlichkeit.

Während meiner aktiven Zeit als Berufsfeuerwehrmann war ich u.a. für die Aus- und Weiterbildung meiner Kollegen mitverantwortlich.

Nun ist die Eisenbahn mit ihrem rollendem Material, eigenen "Straßen", Signalen, Weichen eine Welt für sich; -keine Modellanlage die uns alle so fasziniert.
Erhebliche Gefahren gehen von ihrem geregelten Betrieb aus, für jeden der versucht unerlaubter Weise sich ihr, außer am Bahnsteig, zu näheren!

Dieses gilt auch für die Feuerwehr, um so mehr, wenn ein Unglück wie auch immer geartet, sich ereignet.

Eine gute Vorbereitung auf solch einen Fall, wird in Aachen, durch einen guten Kontakt zwischen der Branddirektion und dem Werk Aachen, der Deutschen Bahn AG (Regio NRW) gewährleistet.

Die Leitung des Werk Aachen, der DB Regio NRW, bietet seit langem, der Berufsfeuerwehr Fortbildungs- und Übungsmöglichkeit für ihre Einsatzkräfte am rollenden Material der Eisenbahn.

Im Mai 2011 wurde deshalb für den Führungsdienst und die Zugführer der Berufsfeuerwehr nochmals eine Informationsveranstaltung im Werk durchgeführt. Den Einsatzleitern und Zugführern wurde ein Szenario "Person unter Zug" demonstriert und Wissen konnte wieder aufgefrischt werden.

Intensive theoretische Schulungen auf den Feuerwachen über: Eisenbahngefahren (Hochspannung, Geschwindigkeit, Bremsweg etc) gehen den praktischen Übungen voraus.

Gemeinsame Übungen unterschiedlicher Szenarien von: "Person unter Zug" über den Massenanfall von Verletzten (MANV) wurden von uns dort in freundschaftlicher Atmosphäre realitätsnah geübt.

Einen breiten Raum nimmt die Ausbildung über Gefahrgüter und ihren Transport über die Schiene ein. Diese Abwehrmaßnahmen (CBRN Gefahren, neu) müssen ebenso geübt werden, wie andere aus dem Eisenbahnbetrieb hervorgehenden möglichen Havarien.

Diesen Kontakt zur Deutschen Bahn, kann ich anderen Feuerwehren an ihren Standorten nur empfehlen! Beide Seiten profitieren davon.

Zur Kompensation der Anstrengungen der Werkleitung haben wir die Mitarbeiter des Werkes im Brandschutz und in der Handhabung von tragbaren Feuerlöschern unterwiesen.

Seit meinem Ausscheiden aus dem Dienst wird diese Ausbildung fortgeschrieben und ich unterstütze bis heute, auch praktisch, diese nicht nur aus meiner Sicht sinnvolle Kooperation.



 

Der Einheitshilfswagen

Praktische Ausbildung im Betriebswerk

Ein schräger Dosto

Einsatz Stichwort: "Person unter Zug!"

Ein im Alltag, leider, nicht seltener Fall. Eine verunfallte Personen unter einem Doppelstockwagen zu retten, stellt die Einsatzkräfte vor erhebliche Probleme. Ganze 225 mm freier Raum steht zur Verfügung.
Eine patientengerechte Rettung ist da, ohne besondere Maßnahmen, unmöglich.

An sechs Samstagen übte die Berufsfeuerwehr Aachen, wieder einmal, im Werk Aachen, der DB Regio NRW, die patientengerechte Rettung.

Alle drei Feuerwachen mit je zwei Wachabteilungen mussten geschult, die Älteren nachgeschult werden. Da es ein sehr komplexes Thema ist, muss regelmäßig geübt werden.

Alle Kollegen der Feuerwehr und des Betriebswerkes waren mit viel Engagement dabei!


Eine wichtige Anmerkung!

Sollte der eine oder andere Feuerwehrkollege sich diese Bilder anschauen, Vorsicht!!!

Bitte leiten Sie anhand der gesehenen Bilder kein einfaches: "was die können, kann ich auch" für Ihren Einsatz ab! Der Teufel steckt im Detail; was einfach aussieht, kann für viele zur tödlichen Falle werden.

Ohne konkrete Ausbildung bitte nicht selber ausführen!


 

Einweisung Führungsdienst

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"Person unter Zug"

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Massenanfall von Verletzten (MANV)

MANV 3 Übung 2005


Ein Unfall mit einer Vielzahl von Verletzten (MANV 1-4), stellt an die Rettungsdienste und ihre Mitarbeiter erhöhte Ansprüche.

Der reibungslose Ablauf bei der Alarmierung und das in Marsch setzen der unterschiedlichen Fachdienste, muss regelmäßig trainiert werden.

Eine große Logistik will bearbeitet und ausgeführt sein.

Neben Feuerwehr und Polizei die in der Regel die Ersteintreffer an der Schadensstelle sind, werden dann die Hilfsdienstorganisationen und die Ärzte (Notärzte) mit einbezogen.

An den meisten Einsatzstellen, je nach Größe, herrscht mehr oder weniger Chaos. Unstrukturiert wird, von Menschen die sich trauen, versucht zu helfen.

Die vordringlichste Aufgabe des Einsatzleiters ist es, sich eine grobe Übersicht zu verschaffen (Ersterkundung), Erstmaßnahmen einzuleiten und gezielt Kräfte nachalarmieren.

Der zweite Schritt ist, Ruhe und Struktur in die Einsatzstelle zu bringen, um so die Wirksamkeit der getroffenen Erstmaßnahmen in seine Lagebeurteilung mit einzubeziehen.

Dezidiert muss nun, nach dem Regelkreis (FwDV 100) verfahren werden. Nach dem Eintreffen von Verstärkungskomponenten, sollte möglichst schnell, eine räumliche Einteilung der Einsatzstelle in Abschnitte
mit festgelegten Grenzen und Abschnittsleitern bestimmt werden.

Um solche Szenarien realitätsnah zu üben, ist es von Vorteil, diese Art von Übungen auf einem, für die meisten Beteiligten ungewohnten Terrain durchzuführen.

Die schon erwähnten guten Kontakte zur DB Regio NRW, Werk Aachen, machen es möglich, diese Übungen erfolgreich zu absolvieren.

Ein Gewinn für alle Beteiligten.


 

MANV 3 Übung im Werk der Deutschen Bahn (2005)

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MANV 3 Übung im Werk der Deutschen Bahn (2007)

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Großübung am 25.10.2008

ET der SNCB/NMBS

bei der Übung im "Neuen Buschtunnel"

Zur Inbetriebnahme des 711 Meter langen "Neuen Buschtunnel" bedarf es einer Großübung der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.

Mit dieser Übung sollen die örtlich vorhandenen, der Sicherheit dienenden stationären Einrichtungen überprüft und gleichzeitig die Übenden Einheiten mit dem neuen Objekt vertraut gemacht werden. Anfahrtswege, Wasserversorgung und Bereitstellungsräume sind zu planen ebenso die überörtliche Hilfe, auch über die Grenzen hinaus.

Nach gründlicher Planung der Aachener Berufsfeuerwehr, vieler Absprachen mit den Hilfsorganisationen und Notärzten, konnte die Deutsche Bahn den Übungstermin auf die Nacht vom 25. zum 26.Oktober 2008 in einem kleinen Zeitfenster festlegen.



 




Chemie und Eisenbahntransport

X333, eine Zahl die keiner will!


Nicht nur die Personenrettung, im Bezug auf Eisenbahn, ist für die Feuerwehr von Bedeutung, sondern auch der Einsatz im Zusammenhang mit CBRN Gefahren.

Unter CBRN versteht man den Schutz vor Auswirkungen von chemischen (C) biologischen (B) sowie radiologischen (R) und nuklearen (N) Gefahren, der Begriff ABC Gefahren besteht nicht mehr.

Abgesehen von den stoffspezifischen Eigenschaften, muss auch Kenntnis über die Transportmittel (Kesselwagen) und die daraus resultierenden möglichen Gefahren bestehen.

Aus diesem Grunde werden auch solche Szenarien, außerhalb der Ausbildungswache mit eigenem Kesselwagen (Wache 3) geübt.

Eine solche Übung war 2004 im Aachener Westbahnhof, mit dem "Übungs- Gefahrgutzug" der DB Netz AG, vom Heimatbahnhof Fulda.

Die Feuerwachen 1 und 3 sowie die DEKON-P Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Aachen, führten diese Übung durch.

 

Rüstzug Chemie der BF Aachen

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Einige Realeinsätze

Schwefelkohlenstoff 1978
Schwefelkohlenstoff 1978
Umpumpen 1980
Umpumpen 1980
Abstreifsäure 1980
Abstreifsäure 1980
Betriebswerk AC West 1988
Betriebswerk AC West 1988



Realeinsatz TUIS 2009



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