Eisenbahnrelikte

Anschlüsse

Wappen des Instandsetzungs Bataillon


An der Vennbahn in Aachen bestanden mehrere Anschlüsse.

Direkt am Güterbahnhof Rothe Erde, befand sich ein nach dem 2. Weltkrieg erbautes, Warenlager des Belgischen Militär. In mehreren Hallen, alle zur Waggonentladung mit Laderampen ausgestattet, wurden Waren zum Betrieb der Kantinen gelagert. Ein Ausziehgleis innerhalb des Lagers regelte die Verteilung zu den eigentlichen Hallen. Um 1990 wurden alle Gleise und Weichen ausgebaut. Lediglich das Anschlussgleis über den Eisenbahnweg blieb bis 2005 liegen.
Bilder sind unter, Bf Aachen Rothe Erde, eingestellt. Im April 2014 wurde das komplette Lager abgerissen


Die damaligen Aachener Eisenhütte "Rothe Erde" war auch über die Vennbahn angeschlossen. Heute besteht zwar noch der Anschluss über den Rangierbahnhof, zum jetzigen Continental Reifenwerk, genutzt wird er aber nicht.
Das Anschlussgleis ist bahnseitig, heute (2014), bis zur Werkgrenze demontiert.

Vom Hauptgleis der Vennbahn, an der heutigen Philipstraße, zweigte ein Anschlussgleis zur Gummiwarenfabrik Pongs, mit werkeigener Köf 2, ab. Vor der Werkgrenze zweigt ein zweites Gleis zum erweiterten Gelände des heutigen Bauhof der Stadt Aachen ab. Genutzt wurde dieser Anschluss von der Aachener Haldenverwertung (Hochofenschlacke), mit eigener Verladeeinrichtung. Im Zuge des Ausbaues des Madrider Ringes, wurde die Anlage Ende 1988 demontiert und die beiden Anschlüsse zurückgebaut.

Zeitgleich wurde der Eisenbahnweg in Richtung Madrider Ring/Neuenhofstraße verlängert. Die Anschlussgleise fielen der Verlängerung zum Opfer. Die ehemalige Trasse der Vennbahn in diesem Bauabschnitt wurde zum Vennbahnweg.

Der Anschluss an den Industriepark der Firma Philips, mit Zustellmöglichkeit zur Firma Stracke Tresorbau, besteht noch heute, wird aber, seit der Einstellung der Bildröhrenfabrik (Glasofen) nicht mehr genutzt.
Zugestellt wurden Silowagen mit Quarzsand zur Glasherstellung. Auch hatte dieser Anschluss ein eigenes Gleis unter Zollverschluss. Seit März 2014, ist ab Übergabepunkt Bahn/Privat an der Gleissperre, das Anschlussgleis Richtung Abzweig Rothe Erde zurückgebaut. Die Abstell- und Rangiergleise sowie das Ausziehgleis vor dem Werkgelände fristen jetzt ein Inseldasein.

In der Ortslage Brand bestand ein Anschluss (Eckenerstraße) zur Belgischen Kaserne Slt. Pirotte. Das dortige 8. Instandsetzungsbataillon reparierte Kampfpanzer, vom Typ Leopard 1 und Lastkraftwagen. Nach Zurückverlegung der Einheit nach Belgien und Aufgabe des Standortes, wurden alle Gleise demontiert. Der Anschluss zurückgebaut. Heute wird das Areal abgerissen und dem Gewerbegebiet zugeschlagen.

In der Münsterstraße (Landhandel) und der Niederforstbacher Straße, Westdeutsche Kalkwerke, bestanden ebenso Anschlüsse.

Die interessantesten und historisch wertvollen Bilder (1910) sind mir von den früheren Kalwerken Lambert Hoven, heute Kalksteinbrüche und LKW- Transporte, zur Verfügung gestellt worden.

 

Anschluss Industriepark Philips

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Anschluss Kaserne Brand

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Anschluss "Kalkwerke Hoven" um 1910

Verladung von Kalk, im Hintergrund der Bahnhof Kornelimünster
Verladung von Kalk, im Hintergrund der Bahnhof Kornelimünster
Das Kalkwerk lag direkt am Bahnhof
Das Kalkwerk lag direkt am Bahnhof
Rottenarbeiter, vermutlich Strafgefangene (1910)
Rottenarbeiter, vermutlich Strafgefangene (1910)
Der Steinbruch, heute zugeschüttet
Der Steinbruch, heute zugeschüttet



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